• Unsere Partner

RASTA Vechta verliert 4-Punkte Spiel

76:82 gegen Tübingen

Heimniederlage: RASTA verliert gegen die WALTER Tigers Tübingen.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle machten die Fans von RASTA Vechta am Samstagabend durch. Erlebten die Anhänger des Aufsteigers in der ersten Viertelstunde noch eine ganz schwache Vorstellung ihres Teams, so boten die RASTAner nach dem Seitenwechsel einen großen Kampf, eine tolle Aufholjagd – jedoch ohne Happy End. Die Gäste aus Tübingen zeigten im zum 78. Mal in Serie ausverkauften RASTA Dome ab der 7. Minute ihr ganzes Potential und erwischten die Vechtaer auf dem falschen Fuß. Der 15:14-RASTA-Führung durch Scott Machado folgte ein 12:4-Lauf der WALTER Tigers Tübingen bis zur ersten Pause. Und unansehnlich aus Sicht der Vechtaer ging es zunächst weiter. In den ersten fünf Minuten des 2. Viertels spielten die Tübinger quasi Katz und Maus mit den alles andere als solche auftretenden Hausherren. Logische Folge: der Team von Coach Tyron McCoy zog immer weiter davon und führte nach Gary McGhees Dunking mit 44:27 – enttäuschte Gesichter an der Pariser Straße.

Andreas Wagners Maßnahme, die Defense umzustellen, machte sich nun bezahlt. RASTA kämpfte sich zurück in die Partie. Allen voran der überragende Kapitän Derrick Allen riss Mitspieler und Fans mit. 15 Punkte gelangen dem Allstar in Halbzeit eins – bei 100 prozentiger Trefferquote aus dem Feld. Ihm und einem nun erwachenden Kampfgeist bei den anderen RASTAnern war es zu verdanken, dass sich die Vechtaer bis zur Halbzeit auf elf Punkte heranpirschten.

Nach dem Seitenwechsel machten die Vechtaer weiter, wo sie aufgehört hatten – mit größtem Einsatz, größter Intensität und endlich auch dem Quäntchen Glück im Abschluss. Schon in der 23. Minute musste McCoy eine erste Auszeit nehmen, weil RASTA bis auf 44:50 verkürzt hatte und die Fans nun wie eine Wand hinter ihrem Team standen. In den Folgeminuten aber wurde es nur noch lauter. Denn die Vechtaer stoppten wieder und wieder die Tübinger Offense, netzte vorne konsequent ein. Trevor Cooneys Dreier zum 53:53-Ausgleich in der 26. Minute riss dann jeden im Rund von den Sitzen, der Jubel war ohrenbetäubend. Und RASTA konnte sogar in Führung gehen. Der durch eine Fersenprellung behinderte Christian Standhardinger baute diese 1:25 Minuten vor Ende des 3. Viertels auf 60:57 aus – Tollhaus RASTA Dome.

Bezeichnenderweise für dieses Duell zweier direkter Konkurrenten im Abstiegskampf ging es ausgeglichen in den Schlussabschnitt (60:60). Und auch in diesem konnte sich erst einmal kein Team absetzen. Zwar eroberten sich die Tübinger ein ums andere Mal eine Führung, RASTA jedoch wollte sich nicht abschütteln lassen, glich immer wieder aus. Und Derrick Allen brachte sein Team mit noch 3:26 Minuten auf der Uhr mit 70:68 nach vorne. Eine Drei-Punkte-Führung der RASTAner beantwortete Tübingens Barry Stewart 2:33 vor dem Ende mit einem Treffer von „downtown“ – 72:72. In der „crunchtime“ aber ging den Vechtaern nach der bemerkenswerten Aufholjagd die Puste aus, zu viele Fahler passierten. Daraus resultierten drei Ballverluste und ein unsportliches Foul, so dass die WALTER Tigers Tübingen das Spiel von der Freiwurflinie aus für sich entschieden.

easyCredit Basketball Bundesliga - 11. Spieltag – Samstag, 26. November 2016 (18 Uhr):

RASTA Vechta – WALTER Tigers Tübingen 76:82 (19:26 / 17:21 / 24:13 / 16:22)

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Stimmen zum Spiel:

Tyron McCoy (Tübingen): „Zu allererst muss ich sagen, dass ich sehr glücklich darüber bin, hier heute gewonnen zu haben. Das zeigt den guten Charakter der Jungs, dass sie den Kampf angenommen haben und einen Weg gefunden haben, dieses Spiel zu gewinnen. Eigentlich waren das heute zwei Spiele in einem. In den ersten 15 Minuten haben wir sowohl offensiv als auch defensiv sehr gut gespielt und die Dinge so gehandhabt, wie wir es vorhatten. Ab der 16. Minute aber war Vechta das bessere Team. Sie konnten tun was sie wollten, haben unseren Rhythmus zerstört. Im 4. Viertel haben wir dann unsere Gelassenheit wiedergefunden und konnten noch gewinnen. Ich bin also sehr glücklich über die zwei Punkte heute. Denn es hätten bestimmt beide Teams diese Partie gewinnen können, da beide jeweils über einen bestimmten Zeitraum eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Vielen Dank an meine Jungs, dass sie es nach Hause gebracht haben.“

Andreas Wagner (Vechta): „Glückwusch an Tyron und Tübingen. Ich denke, wir haben die 1. Halbzeit absolut verschlafen – waren mit 17 Punkten hinten. Von da an war es natürlich sehr schwer zurückzukommen. Wir konnten die Tübinger dann mit der Umstellung der Defense auf Zonenverteidigung in ihrem Rhythmus unterbrechen, sind aber trotzdem noch mit elf Punkten Rückstand in die Kabine gegangen. Wir hatten uns vorgenommen, aggressiv wieder rauszukommen. Das haben wir auch geschafft. In der Defense haben wir es dann viel besser gemacht und waren sogar mit drei Punkten vorne. Dann haben wir aber einen 2:10-Lauf in der Schlussphase kassiert. In der 1. Halbzeit hatten wir mit acht Ballverlusten absolut zu viele. Im 3. Viertel hatten wir dann gar keinen. Und von den vier Ballverlusten im 4. Viertel passieren uns drei in den letzten zwei Minuten. Es hatte einfach unheimlich viel Kraft gekostet den Rückstand aufzuholen, so dass man natürlich sagen muss, dass wir das Spiel in der 1. Halbzeit verloren haben. Hätten wir in der 1. Hälfte eine ähnlich gute Leistung gebracht wie nach dem Seitenwechsel, wäre es vielleicht gar nicht erst zum hohen Rückstand gekommen. Im Endeffekt hatten wir es am Ende immer noch in der Hand das Spiel zu gewinnen. Aber dann haben wir drei ganz schlechte Entscheidungen getroffen, dreimal den Ball verloren. Tübingen hat es am Ende gut gemacht und die wichtigen Würfe getroffen. Wie gesagt, wir haben das Spiel heute zum großen Teil schon in der 1. Halbzeit hergegeben.“