SC Rasta Vechta schlägt den Tabellen-Zweiten und steigt auf Platz 3

SC Rasta Vechta - BG Dorsten 100:94

Warum die BG Dorsten der ärgste Kontrahent des Tabellenführers Hannover Tigers war, stellten die Schützlinge des sympatischen Coaches Torsten Schierenbeck am Sonntag in Vechta unter Beweis. Sie brachten die RASTA-Riesen an den Rand einer Niederlage, aber das Elzie-Team wollte am 1. Advent nicht verlieren. Solche Spiele sind absolute Werbung für unseren Sport und der 100:94-Heimsieg hoffentlich der Beginn einer Vechtaer Siegesserie.

Klein, schnell, treffsicher - mit diesen drei Adjektiven wäre das Dorstener Spiel schnell umschrieben, aber zudem gibt es noch die Komponente Blake Poole. Der ProB-Reboundkönig mit nur 1,95 m Körpergröße angelte sich schon im ersten Viertel 4 Rebounds, konnte aber noch erfolgreich beim Scoren gestört werden. RASTA hielt offensiv mit AJ Rudowitz dagegen, während Falvio Stückemann sogar schon 7 Rebounds für sich verbuchte. Das Heimteam wollte nicht verlieren und lag doch 20:22 zurück.

Die folgenden Viertel gewann Vechta, dies vorweg, aber alle waren hart umkämpft. Obwohl die Rastaner schon zur Halbzeit 9 Ballverluste akzeptieren mussten und obwohl sie aus der Weitdistanz zu wenig Versuche nahmen, blieben sie durch ihr durchschlagkräftiges Insideplay nach einem 6:0-Start in diesen Durchgang immer in Front. Dirk Mädrich mit bislang 14 und der äußerst agile AJ Rudowitz mit 11 Punkten wollten nicht verlieren und sorgten zum Pausentee für eine hauchdünne 44:42-Führung.

Das 3. Viertel kam und mit ihm die Fortsetzung einer engen Partie. Hier glänzten die Vechtaer Marvin Boadu mit 9, gefolgt vom souverän Regie führenden Flavio Stückemann mit 7 und AJ Rudowitz mit 6 Punkten. Dorsten kam immer wieder zu erfolgreichen Penetration-Aktionen, aber RASTA wollte nicht verlieren. In diesem Viertel leisteten sich die Vechtaer nur einen Turnover, trotzdem war insgesamt gesehen diese Statistik die größte Baustelle. Beim Stand von 74:70 für den Gastgeber war noch nichts entschieden.

Im Schlußviertel kam es zu einigen Turbolenzen. Gleich zu Beginn fing sich Benjamin Fumey sein 5. Foul ein, bekam anschließend noch ein technisches Foul wegen Nachfragens. Dies ging also zu Lasten der Bank. Trotzdem erwirtschaftete sich der Gastgeber dank starker Leistungen seiner großen Spieler einen 85:78-Vorsprung zur Viertelmitte. Zwei aufeinanderfolgende technische Fouls gegen Coach Elzie sorgten dafür, dass er zweieinhalb Minuten vor Abpfiff die Halle verlassen musste. Bis dahin war die Partie auf des Messers Schneide, beim Stande von 92:89 weiterhin offen, dann aber packte sich der Gastgeber bei der Ehre und dominierte. Mit großer Motivation, einer ausgezeichneten Einstellung bei der Zonendefense und einem finalen 8:3-Lauf zeigte RASTA jetzt emotional, bestens unterstützt vom angestachelten Publikum, in der Crunchtime eines ganz deutlich: sie wollten nicht verlieren und gewannen daher letztendlich verdient gegen eine starke BG Dorsten.

Viertelstände aus RASTA-Sicht: 20:22; 24:20; 30:28; 26:24

Für die sehr guten Gäste punkteten mit Cadmus (18/1), Bryant (18), Pelaj (16/4), Lipke (15) und Poole (14) gleich fünf Spieler zweistellig.

Für den SC RASTA Vechta siegten Mädrich (23; 8 Rebs.; 3/3 Fw.), Rudowitz (21; 7 Rebs.; 5/5 Fw.; 3 Steals),  Stückemann (17; 2/6 Dreier; 10 Rebs.; 3/4 Fw.; 7 Fouls gezogen), Reid (15/1; 4 Rebs.; 4 Fouls gezogen), Boadu (15/1; 3 Assists; 4 Fouls gezogen), Fumey (4; 3 Rebs.), Wagner (3/1), Krause (2/2 Fw.), Heitzhausen (2 Rebs.; 2 Fouls gezogen), Goehrke (1 Reb.), Stertenbrink und Jarchow (dnp). Mit 37 Rebounds, 23 gezogenen Fouls, 83% Fw-Quote und 33 % Dreiern stimmten die Teamstats!