SC Rasta Vechta hat keine Mühe mit dem Schlußlicht Lok Bernau, 105:67

Konkurrenten Hannover und Dorsten verlieren

Die Lokomotive aus Bernau kam am 2. Advent unter die Räder des RASTA-Express. Mit einer überzeugenden Teamleistung schickten die RASTA-Riesen Lokführer Jones und seine Zugbegleiter per souveränen 105:67-Sieg zurück Richtung Berlin. Mit diesem eindrucksvollen Erfolg und der gleichzeitigen Tigers-Niederlage bei den Herzögen weist nun das Führungsquartett Herten, Vechta, Braunschweig und Hannover gleichermaßen vier Niederlagen auf.

Headcoach Elzie freute sich über die nach Außen sichtbare, gute Teamchemie: "Als die Mannschaft nach dem zweiten technischen Foul der Gäste kurz vor Spielende den gerade erst eingewechselten Youngster Denis Kiricenko an die Freiwurflinie schickte, habe ich mich sehr gefreut. So reagiert nur ein echtes Team!" Zum Dank verwandelte Lokalmatador Denis beide Strafwürfe und feierte so einen tollen Einstand. Assistantcoach Tom Fischer lobte eine andere Seite der Rastaner: "Nach vierzehn Spielminuten hatten wir beim Stand von 41:20 scheinbar alles unter Kontrolle. Dann folgte durch eigene Nachlässigkeiten innerhalb von drei Minuten ein 14:1-Lauf der nun Morgenluft witternden Gäste. Wie reagierten wir darauf? Pat`s Auszeit kam zum richtigen Zeitpunkt, dann zog sich das Team an den eigenen Haaren aus der selbstgemachten Misere und führte zur Halbzeit wieder mit 57:37. Die einzige kurze Schwächephase der Partie, die man prompt konterte. Einfach super!"

Und damit wären wir auch schon mitten im Spiel. Die neun Gästespieler aus Bernau standen von Beginn an mächtig unter Druck. Geschickt pressten die Vechtaer sporadisch an, nutzen vorne ihre Überlegenheit am Brett und sammelten hinten fast alle Abpraller der gegnerischen Feldversuche ein. Früh befand sich Gästemotor Jones in Foulproblemen, so dass er häufiger Gast auf der Bank wurde. Zudem erwischte sein Landsmann Woody mit am Ende mageren 8 Punkten sowie 4 Turnovern einen eher gebrauchten Tag, so dass die Lok aus Bernau außer in der besagten Phase des zweiten Viertels eigentlich nie unter Dampf stand. Anders der RASTA-Express. Schon in der zweiten Hälfte des Startviertels gelang dem Gastgeber ein schwungvolles 18:6. Aus echter mannschaftlicher Geschlossenheit ragten Matt Reid, Marvin Buadu und AJ Rudowitz leicht heraus. Den Penetrationaktionen aller drei RASTA-Spieler hatte die Gäste-Defense wenig entgegen zu setzen. Zudem traf Daniel Krause wieder aus der Weitdistanz, Benjamin Fumey netzte auch zweistellig ein und Bill Goehrke als auch Dirk Mädrich fischten jeweis starke 12 Rebounds weg. Selbst als am Ende munter durchgewechselt wurde, konnten die gelben Riesen noch einen Minilauf (8:0) setzen, in dessen Verlauf Marc Stertenbrink den hundertsten RASTA-Punkt erzielte. Ein rundum gelungener Auftritt einer sich gefestigt präsentierenden Mannschaft aus Vechta.

Viertelstände aus RASTA-Sicht: 33:17; 24:20; 19:12; 29:18

Für die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste waren Jones (14 P.; 2/4 Dreier; 6/8 Fw.; 7 Fouls gezogen),  Felix Rathke (11/1; 4/4 Fw.; 5 Fouls gezogen) und Marcus Dathe (10; 3/4 Dreier; 2 Ass.) die erfolgreichsten Scorer.

Für den SC RASTA Vechta spielten Reid (18/1; 7/8 Fw.; 6 Rebs.; 6 Ass.; 7 Fouls gezogen, 2 Steals), Boadu (18; 8/9 Fw.; 4 Rebs.; 4 Ass.; 7 Fouls gezogen; 3 Steals), Rudowitz (18; 2/2 Fw.; 5 Rebs.), Mädrich (13 P.; 12 Rebs. = double double!), Krause (13; 2/6 Dreier; 5/5 Fw.), Fumey (10), Heitzhausen (6; 2/2 Dreier), Stückemann (3/1; 5 Ass.), Goehrke (2; 12 Rebs.), Kiricenko (2; 2/2 Fw.), Stertenbrink (2) und Jarchow. Heißt: 6 Spieler in double figures!