| Auf einem Bein und mit dem Rücken zum Korb legte Dirk Mädrich den letzten Lay-Up des spannenden ProB-Spiels SC Rist Wedel gegen SC RASTA Vechta in der Reuse des Gegners ab. Das 87:89 war der Schlußpunkt unter ein abwechslungsreiches Spiel und sicherte den RASTA-Riesen einen glücklichen Auswärtssieg. "Selten habe ich ein Spiel zweier Teams erlebt, die ihre gewonnen Viertel derart klar dominierten. Die starken Wedeler gewannen das 1. Viertel mit 15 Punkten und das 3. Viertel mit 12. Wir konterten im 2. Durchgang mit plus 12 und im entscheidenden Schlußviertel mit 17 Punkten Differenz", resümierte der Vechtaer Assistant-Coach Fischer. Die Gäste fanden keinen guten Einstieg gegen hochmotivierte Gastgeber. Das 2:11 nach fünf Minuten war Ausdruck schwacher Vechtaer Wurfquoten und nachlässiger Defense. Bis zum Viertelende blieben die Löcher in der RASTA-Zone unübersehbar, während man offensiv nun mitspielte. Ins 2. Viertel startete das Elzie-Team mit höherer Intensität in der Verteidigung und erfolgreichen Penetrationaktionen. RASTA kam zurück. Regisseur Flavio Stückemann schloß nach gutem und geduldigem Passspiel per Dreier zum 42:45-Halbzeitstand ab. Punktuell kam man ins Laufen, ein Vorhaben, welches allerdings vom Start weg galt. Nach der Pause fand Wedel über eine gute Mischung aus erfolgreichem Insideplay und einigen Dreiern seines starken Guards Johnston in die Erfolgspur zurück. Die Rastaner scorten vornehmlich über 1-1 Aktionen und ließen den Ball nicht gut genug laufen. Zudem liefen die Systeme schlecht oder gar nicht. Die Folge waren 15 Punkte Rückstand , die der gut aufgelegte Rist-Center Huber-Saffer zu Beginn des Schlußviertels mit zwei erfolgreichen Freiwürfen sogar ausbaute. Und nun? Nun zeigte RASTA Charakter! Zwischen der 2. und 4. Minute führte der unermüdlich kämpfende AJ Rudowitz fast im Alleingang sein Team per 11:0-Lauf wieder heran. Der zweite Run zwischen der 6. und 8. Minute brachte 10 Zähler am Stück und nach Stückemann`s erstmaligem Ausgleich (80:80) durch Mädrich`s anschließenden Dreier sogar die Führung der Gäste - da stand auf der Anzeigetafel noch eine Restspielzeit von 2:10 Minuten. Wechselnde Führungen hielten die Spannung und Stimmung hoch, bis Dirk dieses Ding auf einem Bein glückte - mit der Schlußsirene. Kein Vechtaer hätte sich nach diesem Spiel beklagen können, wenn sich am Ende die Wedeler von ihrem Publikum als verdiente Sieger hätten feiern lassen. Aus RASTA-Sicht drängten sich Parallelen zum knappen Auswärtssieg in Bernau auf, als die Vechtaer erst in den letzten drei Minuten das Spiel drehten. Nur ging es im ersten Saisonspiel permanent knapp zu. Noch zwei Besonderheiten und ein dickes Lob. RASTA verlor erstmals in der Saison die Reboundstatistik (27:28) und Schiedsrichter war überraschenderweise Deutschlands bester. Boris Schmidt und sein Kollege Sirowi hatten die Partie jederzeit im Griff und waren unauffällig. Ein großes Kompliment geht an die zahlreichen RASTA-Fans. Der "Klettverschluß" sorgte für Heimspielatmosphäre in der Steinberghalle und trug entscheidend dazu bei, dass der RASTA-Express nicht gestoppt wurde. Viertelstände aus RASTA-Sicht: 12:27; 30:18; 17:29; 30:13 Für die unglücklichen Wedeler waren Pettaway (20 Punkte; 3 Steals; 5 Rebounds), Johnston (18; 5/5 Dreier!; 4 Fouls gezogen), Huber-Saffer (17; 5 Rebs.) und Duah (15; 7 Assists) die besten Spieler. Für RASTA waren Rudowitz (25; 5/5 Fw.; 12 Rebs.; 3 Steals), Mädrich (16/2 Dreier; 5 Rebs.), Boadu (16; 5 Fouls gezogen), Stückemann (14/2; 7 Ass.; 3 Steals), Reid (13, 7 Ass.; 4 Fouls gezogen), Krause (3/1), Heitzhausen (2), Goehrke (0), Wagner (dnp) und Jarchow (dnp) auf erfolgreicher Auswärtstour unterwegs. |







