| Der Rückrundenstart des SC RASTA Vechta steht bevor. Zu Gast ist die SSV Lok Bernau, momentan siegloser Inhaber der roten Laterne in der ProB Nord. Doch es ist in vielerlei Hinsicht für den frischgebackenen Tabellenzweiten Vorsicht geboten. Beim hart umkämpften 82:79-Hinspielerfolg zur Saisonpremiere taten sich die RASTA-Riesen richtig schwer. 4. Dezember, 17 Uhr. Am 2. Adventsonntag kommt es in der Vechtaer Halle West zu einer ProB-Partie unter ganz anderen Vorzeichen als noch vor einer Woche. Aus dem Nordosten Berlins rauscht eine generalüberholte Lokomotive an, im Führerhaus mit dem US-Amerikanischen Hoffnungsträger Jermale De Shumburt Jones. Der 1,86-Shooting Guard legte für sein neues Team ordentlich Kohlen nach und läuft seit drei Spieltagen im Lok-Dress heiß. In den letzten drei Begegnungen zeigte Bernau ein anderes Gesicht. Gegen die Herzöge Wolfenbüttel verloren sie hauchdünn mit zwei Punkten, im Hertener Löwenkäftig waren sie über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe mit einem Play-Off Kandidaten. Von Hertener Seite wurde nach dem 83:76 ausdrücklich die kämpferisch und spielerisch gute Leistung der Gäste gelobt. Auch Bernau`s Coach Axel Rüber fand für die gute Teamleistung nur lobende Worte und sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. Ein Grund dafür ist der 25-jährige Neuzugang Jones. Er verwandelte bisher jeden zweiten Dreierversuch in Punkte, was bei durchschnittlich zehn Würfen fünf Dreier pro Spiel bedeutet und zeigte sich bislang fehlerfrei von der Freiwurflinie (11/11). Mit 24,3 Punkten im Schnitt ist er auf dem Scoreboard schon ganz weit nach oben geklettert. Mit Powerforward Martinis Woody steht ihm ein erfahrener Landsmann zur Seite. Sein "Spielplatz" sind die Bretter, an denen er pro Spiel 9,6 Rebounds ergattert und auch in Punkte (16,2) umwandelt. Wie er bestritt auch Sebastian Trzcionka alle 12 Pflichtspiele. Trzcionka trifft wie Jones die Hälfte seiner Dreipunktwürfe, wird oft an die Linie geschickt, wo er dann mehr als 90% seiner Freiwürfe versenkt. Mit dem dritten Amerikaner Idris Hilliard (11,6) und Dominique Klein (10,6) scoren bzw. scorten insgesamt fünf Lokomotivführer zweistellig - ein weiterer Beleg für gutes Teamplay. Hilliard hat inzwischen auf eigenen Wunsch den Bernauer Kader verlassen. 27. November, 17 Uhr. Am 1. Adventsonntag kam es zu einer dramatischen Inszenierung, wie man sie sich im Basketball wünscht: spannend, hochklassig, vor begeisterter Kulisse und mit einem 100:94-Happy End gegen die BG Dorsten. Nach dem berauschenden Fest wollen die RASTA-Riesen ihre Vorherrschaft am Brett behaupten und die Miniatur-Siegesserie ausbauen. Vor der Aufgabe in Wedel sollen die aufstrebenden Bernauer im dritten Heimspiel nacheinander in Schach gehalten werden. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, die man gerne wieder in einer "vollen Hütte" lösen möchte. Die Lok-Akteure haben in verstärkter Besetzung nur noch etwas zu gewinnen. Das Verlieren dürften sie Leid sein. |







